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Geschichte

Der griechische Arzt Dioskurides beschrieb im Jahr 77 n. Chr. als erster die medizinische Anwendung von „rodia riza“. Der schwedische Botaniker Carl von Linné gab der bereits im 18. und 19. Jahrhundert bekannten und medizinisch eingesetzten Pflanze wegen des rosenartigen Geruchs eines frisch angeschnittenen Wurzelstockes den Namen Rhodiola rosea.
Intensiv wurde und wird die Pflanze auch in den schamanistischen Systemen Sibieriens, der tibetanischen Medizin sowie der traditionellen chinesischen Medizin genutzt.

Über viele Jahrhunderte hinweg wurde die Pflanze, die bereits die Wikinger zur Stärkung ihrer Kräfte und Ausdauer einsetzten, in der traditionellen Volksmedizin Russlands und der skandinavischen Länder verwendet, um die körperliche Ausdauer zu erhöhen, die Arbeitsleistung zu steigern, langes Leben zu erreichen und um Müdigkeit und nervöse Störungen zu bekämpfen.

Die meisten Untersuchungen und Forschungsarbeiten wurden in der Sowjetunion ab 1930 durchgeführt und in der Zeit des kalten Krieges vorangetrieben. Die Untersuchungen wurden an enorm vielen Probanten durchgeführt (Schiffsmannschaften, Studentengruppen, Raumfahrt, etc.) und waren staatlich verordnet und erwünscht. Somit standen keine Firmen- oder Verkaufsinteressen im Vordergrund. Im Gesamten gibt es aus dieser Zeit über 300 wissenschaftliche Arbeiten und aus der Zeit nach 1990 nochmals so viele.
Seit 1969 ist Rhodiola rosea fester Bestandteil in der offiziellen Medizin der Sowjetunion.

Da die meisten ab 1960 veröffentlichten pharmakologischen, phytochemischen und klinischen Untersuchungen entweder in slawischen oder skandinavischen Sprachen veröffentlicht wurden, blieben die Ergebnisse im mitteleuropäischen Raum weitgehend unbekannt. Erst nach der Öffnung der Sowjetunion 1989 wurden diese Forschungen und Ergebnisse auch im Westen zugänglich.

Einen besonderen Verdienst hat sich hier Dr. Zakir Ramazanov, sowie Dr. Patricia Brown sowie Richard Gerbag erworben. In Schweden wurde Rhodiola rosea 1985 als pflanzliches Produkt eingeführt und im Phytomedizinischen Handbuch für Pharmazeuten als Mittel gegen Müdigkeit
und Abgeschlagenheit beschrieben.